Sansibar
liegt im indischen Ozean (6°/10' S- 36°/20' E), 37 Km östlich der
Küste Tansanias, umgeben von aufregenden Riffen und faszinierte
schon immer Gewürzhändler, Reisende, Glückritter Kolonialisten
aus aller Welt. Sie alle landeten an den weißen Stränden der Insel
und jeder von ihnen hinterließ seine Spuren, was Sansibar zum multikulturelln
Basar formte.
Bekannt
ist Sansibar seit Jahrhunderten als die Gewürzinsel auf der klassischen
Handelsroute zwischen Asien, Afrika und Europa. Hierher kommen neben
Pfeffer, Nelken, Ingwer und Kurkuma, Vanille, Koriander und Zimt auch
traditionelle Schnitzereien und Edelsteine wie der Tansanit.
Vor der tansanischen Küste liegen die drei Hauptinseln Sansibar,
Pemba und Mafia, die von zahlreichen kleineren Inseln umgeben sind.
Sie umfassen ein Gebiet von 2.332 km². Jedes dieser kleinen Inseljuwele
garantiert unberührte Strände, türkisfarbenes Wasser
und einen wunderschönen Aufenthalt. Die Insel Sansibar liegt 37
km östlich von Tansania. Die langen weißen palmengesäumten
Sandstrände und das tiefblaue Meer bilden einen wunderschönen
Kontrast zum äußerst grünen und fruchtbaren Inselinneren.
Längst vergangen geglaubte Zeiten lässt die bezaubernde Altstadt
Sansibars (Stonetown) wieder lebendig werden. Archäologisch Interessierte
können zahlreiche Ausgrabungen, die bis ins 12. Jhd. zurückreichen,
besichtigen und das luxuriöse Leben der letzten Jahrhunderte an
dieser Küste erahnen.
Sansibar zählt zu den bedeutendsten Nelkenexporteuren der Erde,
aber auch andere Gewürze, wie Pfeffer, Zimt, Muskatnuss, Kurkuma,
Ingwer, Zitronengras, Vanille, Kardamom, sowie eine vielfältige
Auswahl an tropischem Obst und Gemüse gedeihen prächtig. Die
Sinne werden fasziniert von kräftigen Farben und den zarten Düften,
die einem auf Schritt und Tritt begegnen.
Eine
Spice-Tour (Gewürzreise) gehört sicherlich zu den schönsten
Erlebnissen eines Sansibar-Aufenthaltes. Es werden der Anbau, die Ernte
und die Verarbeitung genauestens erklärt, und Kostproben stehen
immer zur Verfügung. Überall auf der Insel sieht man Nelkenbäume
und Nelken, die am Boden zum trocknen ausgelegt sind.
Die schönsten Strände liegen auf der Ostseite der Insel. Weiße
Sandstrände, Palmen, glasklares Wasser, türkisblaue Lagunen
und viel Ruhe garantieren einen paradiesischen Urlaub. Hauptstadt der
Insel ist die Stadt Sansibar. Durch die engen Gassen der Altstadt (Stonetown)
zu schlendern, sich immer wieder zu verirren und doch wieder aus dem
Gewirr der Gassen zu entkommen, ist ein atemberaubendes Erlebnis. Die
Stadt vermittelt einen wunderschönen Eindruck vom Leben an der
Küste. Zahlreiche Gebäude sind leider verfallen und lassen
den Glanz und den Reichtum dieser ehemals so bedeutenden Handelsstadt
nur mehr erahnen. Die Renovierungen und Restaurierungen, die in den
letzten Jahren zunehmend gefördert werden, lassen die Schönheit
von Stonetown langsam aber sicher wieder erblühen.
Der
Dhow-Hafen ist besonders am frühen Morgen äußerst lebhaft.
Die Fischer kommen mit ihren Fängen an Land, und nicht selten kann
man einen Haifisch, große Tintenfische oder auch Rochen sehen. "Dhows"
mit ihren archaisch anmutenden Segeln werden von Bootsbauern in reiner
Handarbeit gefertigt.
Vis-à-vis des Dhow-Hafens steht ein riesiger Mangobaum, unter dessen
Schatten nicht selten ein Bootsbauer eine Dhow fertigt. Die engen Gassen
der Altstadt bieten selbst bei großer Hitze genügend Schatten.
Im Erdgeschoss der Gebäude befinden sich häufig Läden,
die Lebensmittel, Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Kunsthandwerk
oder Souvenirartikel anbieten. In den darüberliegenden Stockwerken
sind die Wohnungen zu finden. Sansibar Town ist eine multikulturelle
Stadt, in der die unterschiedlichsten Religionen vertreten sind.
Die Stadt bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel
den Sultanspalast, ein altes Fort, ein persisches und ein omanisches
Bad, Kirchen, Häuser berühmter Persönlichkeiten wie z.B.
das Livingston Haus, Museen.Während des Tages ist er nicht besonders
belebt, aber sehr idyllisch, wohingegen er am Abend voller Leben ist.
Im Forodhani Park entstehen bei Sonnenuntergang wie aus dem Nichts
zahlreiche kleine Verkaufsstände, die köstliche ostafrikanische
Snacks anbieten. Man kann hier gebratenen Tintenfisch, Fleischspießchen,
Samosas (Teigtaschen mit Fleisch- oder Gemüsefüllung), Viezi
(Gebratene Kartoffelbällchen mit Zitronengras), Chapatis (Pfannkuchen)
und noch viele andere kleine einheimische Spezialitäten zu äußerst
günstigen Preisen erstehen. Auch gibt es Fruchtsäfte und frisch
gepressten Zuckerrohrsaft.
Der Forodhani-Park ist ein abendlicher Treffpunkt, nicht nur für
Einheimische, auch immer mehr Touristen entdecken diesen gleichermaßen
erholsamen wie interessanten Ort.
An der Nordküste Sansibars findet man eine Vielzahl von Schiffsbauern,
die am Strand unter freiem Himmel mit einfachsten Mitteln ihre Dhows
herstellen. Bei der Schiffstaufe ist das ganze Dorf auf den Beinen und
nutzt den Anlass, um ein rauschendes Fest zu feiern.
Der Jozani-Forest ist auf Grund des Vorkommens der seltenen roten Kolobus-Affen
geschützt und kann mit einem Führer besichtigt werden. |